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Stammtisch Alles über Gott und die Welt.

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Alt 06.02.2010, 22:58
Max
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Standard Verfallsdatum Medikamente

Hallo,

heute brachten wir Medikamente, die über dem Verfallsdatum waren, in die Apotheke -wie immer- und wollten diese zurück geben. Erstaunlicherweise wurde die Annahme verweigert -zum ersten Mal-, Begründung: die Abholfirma existiert nicht mehr. Auf meine Frage hin, wohin nun damit, kam ganz lachs, in den Müll. Für mich unvorstellbar, sagte ich der Frau auch.

Also in die nächste Apotheke, diesmal mit Erfolg. Medikamente wurden angenommen, außer den Verpackungen. Nun gut, das ist Papiermüll. Auf meine Frage hin, zur vorgefallenen Aktion in der anderen Apotheke gab es keine Auskunft.

Meine Frage, eigentlich müßte es doch klare gesetzliche Regelungen geben, die die Rückgabe von abgelaufenen Medikamenten regeln?

Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was passieren könnte, wenn abgelaufene Medikamente in den Müll geworfen werden und Kinder aus reiner Neugier diese finden und einnehmen würden.
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Abraham Lincoln

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    #2 (permalink)
Alt 06.02.2010, 23:57
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Standard

Ein gutes Thema!

bei mir war das fast gleich, mein Apotheker nahm die Sachen zurück, abgelaufene Medikamente sowie Medikamente, die ich nicht mehr benötigte. (Auch mit Verpackung/Kartonage).

Apotheker verstarb vor 1 Jahr, die Apotheke wurde natürlich von einem anderen Apotheker/in übernommen. Es werden keine Medikamente zurückgenommen, ich solle sie doch in den Müll werfen, - ich war sprachlos , suchte auch eine andere Apotheke auf, die mir dann noch sagte, ich könne Medikamente bis zu 1 Jahr (auch wenn diese abgelaufen sind) noch nehmen.

Schock!

Was tun? Wieder eine andere Apotheke, diese nahm die Apotheke an.

In den Müll könne man sie auch werfen, wurde auch gesagt. Ja, wie was ?! Losgeworden bin ich diese ja dann in der letzt genannten Apotheke.

Nun kommt der Hammer : unter einem Gespräch eines Hausnachbarn , der sehr oft in Urlaub fährt (fliegt), wisst Ihr was dieser mir sagte; er nimmt abgelaufene Sachen mit in den armen Ländern ( ist ja klar ist auch billiger der Urlaub) und gibt es dort den Kindern , bzw. den Eltern , die es unter anderem ihren Kindern verabreichen, Das ist so eine Sauerei, daß ich bald zur Polizei gehen wollte. Mich fragte er noch so frech ob ich "Überbleibsel" an Medikamenten hätte, ( da ich ja wegen meines Asthmas usw. ) einiges einnehmen muss.

Seither meide ich jeden Kontakt mit diesem Menschen! Das ist doch nicht normal!

in dem Moment wo ich das hier niederschreibe, habe ich eine Wut!

Nun kommt ihr ! Traurig aber wahr,
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    #3 (permalink)
Alt 07.02.2010, 00:39
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falls die apotheke die medikamente nicht zurück nimmt, kann man die in jedem wertstoffhof auch abgeben, wo sie dann mit dem sondermüll entsorgt werden.
zumindest ist auf dem wertstoffhof so, auf dem ich arbeite.
es werden hier auch die medikamente abgegeben, die die apotheker sammeln.
machen etliche apotheker hier so.
kommen dann tütenweise, ob mit oder ohne umverpackung.
der allgäuer ist offline   Mit Zitat antworten
    #4 (permalink)
Alt 07.02.2010, 00:55
Det
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Dazu kann man unter dem Thema
Abfallmedikamente richtig entsorgen hier etwas nachlesen.

In fast allen Apotheken wurden die Altmedikamente jahrelang von Entsorgungsunternehmen kostenfrei abgeholt und entsorgt.
Seitdem aber nun die Apotheken für diese Entsorgung zahlen müssen, ist das natürlich ein Kostenfaktor, der sich für die meisten Apotheken nicht lohnt.
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    #5 (permalink)
Alt 07.02.2010, 01:11
Det
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Folgendes habe ich noch gefunden:
Zitat:
15 Jahre lang organisierten die Hersteller das Abholsystem unter dem Namen „VfW Remedica“ für etwa 16.000 deutsche Apotheken kostenlos. Doch seit vergangenem Juni pochen die Pharmaverbände nach einer Änderung der Verpackungsordnung darauf, dass sich die Apotheker an den auf vier Millionen Euro geschätzten Gesamtkosten beteiligen. Die Apotheken wiederum sehen mit Hinweis auf Produkthaftung die Firmen in der Pflicht.
In der Hoffnung auf eine einvernehmliche Lösung haben die meisten Apotheken bis jetzt an der bewährten Praxis festgehalten und weiter Altarzneien entgegengenommen, obwohl sie dafür in die eigene Tasche greifen müssen - etwa im Schnitt 200 Euro laut Berechnungen von Remedica im Jahr. Doch etliche Apotheken empfinden die zusätzlichen Kosten als so große Belastung, dass sie die Kunden wieder mit den Altmedikamenten in der Tasche nach Hause schicken. Rechtlich sind sie damit auf der sicheren Seite, da sie nicht zur Rücknahme verpflichtet sind und Patienten kleinere Mengen in der grauen Tonne selbst entsorgen dürfen.

„Die Kosten der Entsorgung sind in den jetzigen schweren Zeiten zu hoch“, begründet zum Beispiel die Kieler Apothekerin Elfriede Mai, warum sie den bisherigen freiwilligen Kundenservice nicht mehr aufrecht erhalten kann und verärgerte Reaktionen in Kauf nimmt. Auch der Aufwand ist groß, müssen Mitarbeiter doch jede einzelne Packung und Beipackzettel vom eigentlichen Medikament trennen, lagern und bei einer Sammelstelle abliefern. Dr. Thomas Friedrich, Geschäftsführer des schleswig-holsteinischen Apothekerverbandes, bringt die Gefühlslage der 738 Apotheker im Land auf den Punkt: „Wir wollen nicht zweimal für die Müllentsorgung zahlen“.
Quelle: kn-online

Die Apotheke hat sich also Gesetzeskonform verhalten.
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MfG
Det


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    #6 (permalink)
Alt 07.02.2010, 06:42
 
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Das Problem der Medikamentenreste würde sich größtenteils in Luft auflösen, wenn Medikamente nur noch in der vom Arzt erforderlichen Menge abgegeben werden. Das würde eben auch bedeuten, daß Apotheken nicht immer die komplette Packung, sondern nur die nötige Menge Blisterpackungen abgeben oder, bei flüssigen Medikamenten, diese entsprechend ab-/umgefüllt werden.
ab42r ist offline   Mit Zitat antworten
    #7 (permalink)
Alt 07.02.2010, 09:24
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Zitat:
Zitat von Det Beitrag anzeigen
Folgendes habe ich noch gefunden:


Quelle: kn-online

Die Apotheke hat sich also Gesetzeskonform verhalten.
das zeigt einmal mehr, dass die apotheker im jammern ganz gross sind.
das abgeben alter medikamente ist im wertstoffhof ist kostenlos!!!
hauptsache gejammert.
der allgäuer ist offline   Mit Zitat antworten
    #8 (permalink)
Alt 07.02.2010, 10:41
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Zitat:
Zitat von ab42r Beitrag anzeigen
Das Problem der Medikamentenreste würde sich größtenteils in Luft auflösen, wenn Medikamente nur noch in der vom Arzt erforderlichen Menge abgegeben werden.
Nicht nur aber Medikamentenreste !
Bei Unverträglichkeiten (z.B. eines Asthmasprays!) nimmt mir das auch keiner zurück, das ist gebraucht und muss in den Müll.

ps:stell Dir mal vor ein Kind bekommt sowas in die Augen, mir ist es selbst schon passiert bei Anfällen,(wenn man keine Kontrolle mehr hat und meint zu ersticken...) - das tut nicht nur weh, sondern man hat danach längere Zeit eine Entzündung, die behandelt werden muss. So einfach ist das nicht....

@der allgäuer , mal gut für deinen Tip.
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Geändert von Mecki (07.02.2010 um 10:48 Uhr)
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Alt 07.02.2010, 19:00
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Mich hat man selber schon wieder weggeschickt, müssen sich die Verantwortlichen nicht wundern wenn Medis einfach im Müllkorb entsorgt werden.
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Élysées ist offline   Mit Zitat antworten
    #10 (permalink)
Alt 08.02.2010, 22:09
Max
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Zitat:
Zitat von Det Beitrag anzeigen
Folgendes habe ich noch gefunden:


Quelle: kn-online

Die Apotheke hat sich also Gesetzeskonform verhalten.
Ist mit gemischten Gefühlen zu sehen, denn in deinem verlinkten Artikel steht auch:

Der Verband setzt jetzt auf eine politische Lösung durch den Gesetzgeber. Denn Deutschland ist nach einer EU-Richtlinie verpflichtet, geeignete Sammelsysteme für nicht verwendete oder abgelaufene Arzneimittel einzurichten.

(Fettmarkierung von mir)

Ich denke, um den Argumenten zu folgen, ist es auch durchaus recht abhängig davon welcher Arzt wieviel verschreibt. Dann aber auch wieder nachfolgend wichtig, welche Mengen in welcher Packung stecken und diese unbedingt erforderlich sind/wären zur Behandlung.

Davon abgesehen, sehe ich allerdings eine klare Entsorgungsrichtlinie als sehr notwendig an. Natürlich auch, wie Jede/r die/der Medikamente einnimmt mit Resten umgeht. Für uns war eben bis jetzt die Apotheke, der richtige Ort der Zurückgabe von Medikamenten.
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